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MUR BRUT 25: negotiating space / 2022


Kunsthalle Düsseldorf, curated by Juliane Hoffmanns, Photos: Katja Illner





































Im Rahmen der Projektreihe MUR BRUT gestaltet Jennifer Pint in der 25. Ausgabedie Wand im Parkhaus der Kunsthalle Düsseldorf am Grabbeplatz 4.
Die Frage nach der Konstitution des Raumes zieht sich seit Jahrhunderten durch die  unterschiedlichsten Disziplinen und bleibt doch ein abstraktes Konzept. In kulturanthropologischen Forschungen wird er als kulturell konstruiert verhandelt und
ist damit vom Menschen abhängig.

Für MUR BRUT 25 befasst sich Jennifer Pint mit dem Raum und dessen Beziehung zu Körper und Bewegung. Das Parkhaus erhält seine Relevanz als Ort ständiger Bewegung, als Transitzone, die nicht zum Verweilen einlädt, und dient hier der Untersuchung subjektiver Raumkonstitution.
Im Zentrum der Arbeit negotiating space steht dabei insbesondere die Beziehung zwischen Raum, Körper und Bewegung. Wie werden die materielle und symbolische Beschaffenheit eines Raumes bedingt; wodurch räumliche Phänomene beeinflusst?

Die Installation fragt nach der realen und metaphorischen Verortung des Individuums im Raum und der Beziehung zwischen beiden. Wie wird diese durch Bewegung transformiert? Eine Plastik, ähnlich einer Linie, verbindet Decke, Wand und Boden des Parkhauses miteinander, tastet sich an den Raum heran und hebt seine spezifischen Dimensionen hervor. Weitere Objekte an der Wand korrespondieren, Körperlichkeit implizierend, mit der Plastik, um den Raum neu zu verhandeln.

Jennifer Pint studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf und machte 2022 ihren Abschluss bei Martin Gostner. Ihre häufig kleinteiligen Installationen thematisieren subtil und poetisch Phänomene des Sozialen, die Subjektivität von Identität und Gesellschaft, Zeit und Raum.